Frakturschriftverbot vor 70 Jahren

Trotz des Verbots der gebrochenen Schriften im Deutschen Reich zu Jahresbeginn 1941 und der Auflösung des „Bundes für deutsche Schrift“  haben sich die Frakturschrift, die Schwabacher, die gotische und die Kurrentschrift  (alle zusammen vereinfacht, aber fälschlich als „die deutschen Schriften” bezeichnet) in manchen Bereichen erhalten: Wo es auf Gediegenheit, Tradition und auf einen auffallenden Blickfang ankommt, dort werden sie gerne verwendet  – — in gehobenen Gaststätten, Antiquariaten, Straßenschildern, Zeitungstiteln und vielen anderen Bereichen mit positivem Bezug auf Kultur, Geschichte und Heimat.

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Die Wiener Sprachblätter fördern diese Kostbarkeit auch weiterhin, wohl im Bewußtsein, damit nicht alle Menschen zu erreichen – doch wer wird die Musik und andere Künste vor 1900 ablehnen, nur weil sie nicht mehr „modern“ sind?

 

Die wenigen heiklen Besonderheiten der Frakturschriften beim Schreiben erleichtern jedoch das Lesen und werden sowohl von Ausländern wie von Kindern rasch begriffen – wer lesen will, lernt es ohne große Mühe!

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